Biographæa

Resonanz

Arbeit mit Lebensentscheidungen

Christophori
Veráce

Kapitel 1

Zukunft gestalten

Bis jetzt lag der Fokus auf der Dokumentation von und Interaktion mit Deiner biographischen Vergangenheit, indem Du diese in der Gegenwart wieder aufleben lässt. Dieser Band ist der Weiterentwicklung Deiner biographischen Zukunft gewidmet.

In jedem Moment Deines Lebens erschaffen Deine Entscheidungen, ob gross oder klein, die Zukunft. Du trägst sowohl zur Ausgestaltung Deines eigenen individuellen Schicksals als auch zum Schicksal von Familie, Freunden, Partnern, Kollegen, Gemeinschaften, Gesellschaften sowie zum Schicksal der Menschheit und Kosmischer Evolution bei.

Die Ausmasse Deiner Freiheit mögen Dir in konkreten Lebensabschnitten zwar begrenzt erscheinen; doch indem Du frühere Lebenserfahrungen nun instrumentalisierst, hast Du die Möglichkeit, immer mehr Verantwortung für die Schaffung Deiner Zukunft in dieser und in zukünftigen Inkarnationen zu übernehmen.

Die folgenden sechs Kapitel bieten systemische Richtlinien für die praktische Beobachtung von Erlebnissen, auf die Du über biographische Knoten 1 und Achsen 2 zugreifen kannst. Die kontextuelle Basis für die Ausgestaltung dieser Anwendungen ist zunächst die Untersuchung von:

  1. der interkulturellen und konzeptionellen Entwicklung von ‚Fatum‘, ‚Glück‘ und ‚Schicksal‘; Link 2.1–2.3

  2. der Differenzierung in der Wahrnehmung von ‚Spiegelung‘, ‚Reflektion‘, ‚Synchronizität‘, ‚Interferenz‘ und ‚Resonanz‘; Link 3.1–4.3

  3. der kreativen Bewertung und praktischen Integration von biographischen ‚Zeichen‘, ‚Ressourcen‘, ‚Potenzialen‘ und ‚Ritualen‘. Link 5.1–7.3

Eine der effektivsten Möglichkeiten, Realität jetzt kreativ zu transformieren, besteht darin, Lebensentscheidungen, die mit Deinem Selbst 3 und der Welt 4 in Resonanz stehen, zu treffen, zu tragen und zu erfüllen.

Die Untersuchung ‚biographischer Resonanz‘ in diesem Band bietet ein holistisches 5 Fundament für die bewusste Auseinandersetzung mit der Initiierung von Lebensentscheidungen. Du bist eingeladen, praktische

Anwendungen zu erkunden, die eine tiefere Kommunion mit Deinen individuellen Karmischen Ressourcen 6 nähren und ein kreativ-verantwortliches Erüben von Schicksalsfreiheit fördern ...

... im Dienst für die Zukunft der Welt

Lebensentscheidungen

Jedes Mal, wenn Du eine Entscheidung triffst, trägst und erfüllst, verwandelst Du Dich wie auch die Welt.

Die Konsequenzen einer Entscheidung, sei sie gross oder klein, können Deine Erwartungen enttäuschen oder übersteigen. Manchmal triffst Du eine ernsthafte Entscheidung, nur um ihr früher oder später durch eine andere zu widersprechen. Wann ist eine Entscheidung nun eine wirkliche Entscheidung?

Wichtige Entscheidungen, die ernsthaft beschlossen wurden (z. B. bezüglich Karriere, Beziehung, Religion), können über die Zeit ihre Kontinuität verlieren oder als blosse Pflicht verbleiben, indem sie zu Ketten der Gefangenschaft oder Knechtschaft werden, oder sich sogar als Obsession und Tyrannei manifestieren.

Es ist zunächst einleuchtend zu behaupten, dass Du die Entscheidung, geboren zu werden, nicht getroffen haben kannst. Doch verschiedene Lehren über Reinkarnation 7 behaupten genau dies. Allgemeiner Glaube ist es, dass Du den Moment Deines Todes nicht entscheiden kannst oder sogar darfst. Doch ist die Entscheidung zu sterben schon zur sozialen Realität geworden.

Für Menschen von heute ist es keineswegs ungewöhnlich, vor anstehenden Entscheidungen ein Orakel 8 zu befragen. Seher haben schon immer ihre Kräfte eingesetzt und Instrumente der Weissagung genutzt, um die menschliche Entwicklung zu begleiten. Da Menschen jedoch auch einen freien Willen besitzen, ist es notwendig zu differenzieren, wie ‚Fatum‘, ‚Glück‘ und ‚Schicksal‘ Deine Existenz beeinflussen.

Doch wie ist es möglich, Erkenntnis über den freien Willen zu erlangen, wenn er uns von Göttern und Göttinnen, die selbst unfrei sind, verliehen wurde? 9 Besonders wenn zudem die zukünftige Evolution der Menschheit laut einer Fülle von äonischen Prophezeihungen, die weltweit dokumentiert sind, schon prädeterminiert ist.10

Das Potenzial der Begegnung mit Paradoxien und Dilemmata liegt im Kern aller Entscheidungsprozesse. Beispielsweise kann Ehrlichkeit bezüglich Untreue eine Beziehung unnötig zerstören; und doch mag Täuschung genauso ruinös sein. Es ist kein Wunder, dass ethische Leitlinien und moralische Doktrine eine solch wichtige Rolle spielen im Treffen, Tragen und Erfüllen oder aber Vermeiden von Entscheidungen.

Kollektive Entscheidungen werden stets von denjenigen Individuen einer Gruppe angeführt und realisiert, die die Verantwortung übernehmen. Wählst Du Verantwortung, triffst Du Entscheidungen. Doch muss das Treffen, Tragen und Erfüllen einer Entscheidung potenziell auf jedes beteiligte Individuum übertragen werden.

Die Phänomenologie Deines Treffens, Tragens und Erfüllens von Entscheidungen wurzelt in der Evolution Deiner Konstitution. „Oh Mensch, erkenne Dich selbst.“ 11

Im Kern meiner Entscheidungen pulsiert mein Ich als das ‚schlagende Herz‘ meiner inkarnierten Individualität. Treffe Ich eine Lebensentscheidung, kann Ich ...

... meine individuelle Schicksalsfreiheit schaffen 12